Allgemeine Informationen
Die Entstehungsursache von Lipomen ist noch ungeklärt.
Lipome treten vor allem bei älteren Hunden, die etwas übergewichtig sind auf. Häufig kommen mehrere Lipome vor, die als weiche, nicht schmerzhafte Knoten in der Unterhaut zu tasten sind. Sie können klar abgegrenzt, oder auch infiltrativ, d.h. dass sie in das umliegende Gewebe wachsen und dieses verdrängen.
Neben den gutartigen Lipomen gibt es noch die eher seltenen Liposarkome, eine bösartige Form des Fettgewebstumors.
Symptome
Kleinere Lipome werden eher zufällig beim Streicheln bemerkt. Sie fühlen sich weich an und sind in den meisten Fällen verschiebbar. Lipome wachsen und können riesige Umfangsvermehrungen werden. Liegt ein Lipom in der Nähe eines Gelenks oder großen Muskeln, kann es zu Bewegungseinschränkungen kommen.
Die infiltrativ wachsenden Lipome verdrängen das umliegende Muskelgewebe und können beim Abtasten schmerzhaft sein. Meistens sind sie im Bereich des Oberschenkels zu finden.
Diagnose
Mittels einer Feinnadelaspirationsbiopsie wird Gewebe aus dem Tumor entnommen und von einem Pathologen unter dem Mikroskop untersucht. Diese Methode ist für das Tier weitestgehend schmerzfrei.
In seltenen Fällen müssen größere Gewebeproben mit einer sogenannten Hohlnadel entnommen werden. Dazu werden die Tiere vorher in eine leichte Narkose gelegt.
Therapie
Abhängig von der Größe und der Position am Körper, lassen sich Lipome einfach und ohne Komplikationen chirurgisch aus der Unterhaut entfernen. Nicht alle Lipome haben die gleiche Dringlichkeit chirurgisch entfernt zu werden. Bei Lipomen, die z.B. die Beweglichkeit einschränken, sollte nicht zu lange gewartet werden.
Nach der chirurgischen Entfernung eines bösartigen Tumors (Liposarkoms) kann eventuell eine Strahlen- oder eine Chemotherapie notwendig sein.
Prophylaxe
Leider gibt es keine vorbeugenden Maßnahmen, um Lipome zu verhindern. Durch regelmäßiges Abtasten und Streicheln können kleine Veränderungen und Knoten am Körper des Hundes gefunden werden. Wichtig ist dabei, jeden Knoten beim Tierarzt untersuchen lassen. So können bösartige von gutartigen Knoten frühzeitig unterschieden und rechtzeitig behandelt werden.