Die meisten Katzenallergiker begnügen sich damit, Katzen aus der Ferne zu bewundern. Manche schaffen sich trotz Allergie eine Katze an und leben mit ständig juckenden Augen. Wenn du allergisch gegen Katzen (bzw. Allergene von Katzen) bist, kann es hilfreich sein zu wissen, dass es Katzenrassen gibt, die seltener Allergien auslösen. Es gibt auch Medikamente und Impfungen, die bei Katzenallergie helfen können. So kann sich der Traum von der eigenen Katze vielleicht schon bald erfüllen.

Typische Katzenallergie: Symptome

Du weißt noch nicht, ob du eine Katzenallergie hast? Bei näherem Kontakt mit Katzen oder Katzenhaaren zeigen Katzenallergiker häufig die folgenden Symptome:

  • gerötete oder tränende Augen
  • juckende Haut
  • verstopfte oder laufende Nase
  • Halskratzen
  • in schweren Fällen Atemnot

Wie auf Katzenallergien getestet wird

Bei einem Arzt kannst du dich auf Katzenallergien testen lassen. Am häufigsten wird der Prick-Test angewendet, bei dem verschiedene Allergene auf deinen Unterarm getropft werden. Dann wird die Haut unter dem Tropfen vorsichtig angeritzt und eine Reaktion abgewartet. Bei Menschen ohne Allergie zeigt sich keine Veränderung auf der Haut. Bei einer Katzenallergie kommt es nach etwa 15-20 Minuten zu einer Hautrötung unter dem entsprechenden Tropfen mit Allergen.

Allergene von Katzen

Menschen, die allergische Reaktionen in Kontakt mit Katzen zeigen, reagieren auf Zellen der Katze – also nicht nur auf die Katzenhaare, warum der Ausdruck Katzenhaarallergie irreführend ist. Das Allergen Fel d1 löst die allergische Reaktion aus. Fel d1 ist auch im Katzenspeichel, Augenflüssigkeit, Talgdrüsen, Hautschuppen und Urin der Katze zu finden.

Allergiker Katzen

Kurzhaarkatzen sind nicht automatisch “Allergiker Katzen”. Einige Katzen verlieren jedoch deutlich mehr Fell als andere, womit sich Allergene schneller in Haus oder Wohnung verbreiten. Es gibt Katzen, die weniger von dem Allergen Fel d1 tragen, einige davon gehören sogar zu den Langhaarkatzen. Es gibt noch nicht ausreichend wissenschaftliche Studien in diesem Bereich, deshalb gibt es keine offiziellen Empfehlungen welche Katzen sich als Allergiker Katzen eignen. Allerdings hat die Erfahrung gezeigt, dass sich bei einigen Katzenrassen Allergiesymptome deutlich milder zeigen oder sogar ausbleiben. Wenn du zuvor starke Allergiesymptome in Kontakt mit Katzen erfahren hast, solltest du vor der Anschaffung einer Katze mit deinem Hausarzt verschiedene Optionen absprechen (mehr dazu unten).

10 Allergiker Katzen

Allergiker Kurzhaarkatzen:

Allergiker Langhaarkatzen:

  • Sibirische Langhaarkatze
  • Ragdoll
  • Balinesenkatze
  • Orientalische Langhaarkatze

Was Allergiker vor dem Katzenkauf tun sollten:

Keine Rasse ist völlig allergiefrei und im Allgemeinen ist es nicht möglich, Menschen mit Allergien eine bestimmte Rasse zu empfehlen. Allergene können auch innerhalb derselben Rasse stark variieren, was bedeutet, dass verschiedene Katzen innerhalb einer Rasse mehr oder weniger des Allergens tragen können.

Wenn du eine Katzenallergie hast, aber trotzdem davon träumst, eine Katze zu haben, kannst du dich an deine Wunsch-Katze “herantasten”. Vor dem Kauf einer Katze aus dem Tierheim oder beim Züchter sollte es möglich sein, dass du mit der Katze Zeit verbringen kannst, um dich so auf allergische Reaktionen testen zu können. Um ganz sicher zu gehen, kannst du auch Haare der Katze mit zum Hausarzt bringen und einen Allergietest durchführen lassen.

Medizin gegen Katzenallergie

Selbst wenn du allergisch gegen Katzen bist,  gibt es keinen Grund, sich den Alltag durch juckende und geschwollene Augen ruinieren zu lassen, wenn du in Kontakt mit einer Katze kommst. Heutzutage gibt es viele Allergiemedikamente, die Katzenallergien vorübergehend lindern können. Antihistaminika-Tabletten aus der Apotheke funktionieren normalerweise gut, wenn du als Katzenallergiker etwas Zeit mit einer Katze verbringen möchtest. Du kannst dich von deinem Hausarzt beraten lassen.

Immuntherapie bei starker Katzenallergie

Heute kann man sich auch gegen Katzenallergie impfen lassen. Jedoch dauert es mehrere Jahre, um die Allergie loszuwerden. Diese Behandlung wird auch als Immuntherapie bezeichnet und bedeutet, dass man unter einem längeren Zeitraum regelmäßig Spritzen mit allergener Substanz erhält. Auf diese Weise wird die Toleranz des Körpers gegenüber Katzen trainiert. Bei der ersten Behandlung ist die Dosis des Allergens sehr niedrig und wird dann schrittweise erhöht. Es muss zunächst wöchentlich gespritzt werden, danach jeden Monat für mindestens zwei Jahre. Eine Immuntherapie bei Katzenallergie wird normalerweise nur bei schwerwiegenden Allergiesymptomen empfohlen und nicht allein aus dem Grund, dass man sich den Traum von einer Katze als Haustier erfüllen möchte.