Steckbrief - Das Wichtigste in Kürze

Rasse: Siamkatze
Größe: Mittelgroß
Gewicht: 3-5 kg
Lebenserwartung: 18-20 Jahre
Charakter: Verschmust, eigensinnig, willensstark, intelligent
Aussehen: Kurzhaar, schwarz-weiß
Haltung: Wohnungskatze oder Freigängerkatze
Besonderheiten: Relativ laute Katzenrasse, sehr menschenbezogen

Wie sieht eine Siamkatze aus?

Die Siamkatze, teilweise auch siamesische Katze genannt, ist eine mittelgroße, schlanke und muskulöse Katze mit langen, eleganten Beinen. Sie hat einen exotischen, keilförmigen Kopf mir aufrechten Ohren und stechend-blaue, mandelförmige Augen. Die klassische Färbung der Siamkatze kommt dadurch, dass sie ein Teilalbino ist: Diese Katzen sind cremefarben und haben eine dunkel pointierte Färbung an Ohren, Schwanz, Pfoten und Kopf, die sanft in ein dunkles Braun übergeht. Es gibt vier anerkannte Farbvarianten der Pointierung: Seal, Chocolate, Blue und Lilac, welche jedoch erst einige Wochen nach der Geburt deutlich werden. 

Wie viel kostet eine Siamkatze?

Der Preis für eine reinrassige Siamkatze liegt bei etwa 500-600 Euro. Da die Katze jedoch mit 18-20 Jahren sehr alt werden kann, können Tierarztkosten gerade im höheren Alter anfallen. Wegen häufiger genetisch-bedingter Augenerkrankungen sollten zudem regelmäßige Check-ups durchgeführt werden.

Besondere Charaktereigenschaften

Siamkatzen sind die “Hunde unter den Katzen” – anders als andere Katzen, lassen sie sich relativ leicht erziehen, sind sehr menschenbezogen und werden deswegen auch öfter als Therapietier eingesetzt. Der eigentliche “Katzencharakter” kommt bei den Siamesen vor allem dann durch, wenn etwas gegen ihren Willen geht, denn dann zeigen sie gerne ihre Krallen. Die intelligente und verschmuste Siamkatze ist eine ideale Familienkatze: Sie liebt es beschäftigt zu werden und zu spielen, besonders wenn dabei ihre Intelligenz gefördert wird. Die Siamkatze mag es gar nicht, alleine gelassen zu werden und ist deshalb nicht für vielbeschäftigte Menschen geeignet. Ganz besonders auffällig bei der Siamkatze ist ihr hohes Mitteilungsbedürfnis: Sie redet viel und hat eine laute Stimme, was bei der Wohnungshaltung bedacht werden sollte, denn sie könnte geräuschempfindliche Nachbarn stören. 

Siamkatze: Haltung und Pflege

Die Siamkatze muss als Kurzhaarkatze nur gelegentlich gebürstet werden und ist deswegen überwiegend pflegeleicht. Jedoch gestaltet sich die Beschäftigung etwas zeitintensiver: Siamesen haben einen starken Jagdtrieb und lieben es sich auszutoben und zu spielen. Um die Katze artgerecht zu halten, solltest du ihr genügend Bewegung und Intelligenzspiele bieten, und in der Wohnung ausreichend Platz für Kratzbaum und Klettermöglichkeiten zur Verfügung stellen. Sogar Clickertraining und Apportieren macht dem Siamesen Spaß. Wenn du sie früh genug daran gewöhnst, kannst du der Katze auch beibringen, an der Leine spazieren zu gehen. Grundsätzlich kann die Siamkatze sowohl als Freigänger- als auch Wohnungskatze gehalten werden. Ganz besonders empfiehlt es sich, dass die Katze einen Artgenossen hat, denn es ist ein sehr geselliges Tier.

Krankheiten

Bei Siamkatzen können zuchtbedingte Erbkrankheiten vorkommen. Insbesondere Augenerkrankungen sind bei den Katzen besonders häufig, was oft mit dem Teilalbinismus und dem damit verbundenen Melaninmangel erklärt wird. Es ist deshalb wichtig, regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt durchführen zu lassen, um frühzeitige Maßnahmen einleiten zu können.

Häufige Krankheiten bei Siamkatzen:

  • progressive Retinaatrophie (Netzhautschwund)
  • Innenschielen
  • Herzerkrankungen
  • Stoffwechselstörungen