Es gibt verschiedene Theorien darüber, warum Pferde Kissing Spines bekommen, wahrscheinlich ist Vererbung im Spiel, aber auch eine falsche Belastung des Rückens beim Reiten kann dieses Krankheitsbild verursachen.
Nicht alle Pferde zeigen Symptome, auch wenn Kissing Spines auf dem Röntgenbild zu erkennen sind. Ein guter Weg, um zu verhindern, dass ein Pferd in Zukunft Symptome von Kissing Spines entwickelt, ist es, den Rücken zu trainieren und immer darauf zu achten, das Pferd in der richtigen Haltung zu reiten.
Gute Übungen für das Rückentraining
Rückwärtsrichten
Man muss nicht zehn Tritte rückwärts richten, sondern es geht darum, mit dem Pferd einen Tritt rückwärts und dann direkt wieder vorwärts zu reiten. In dem Moment, in dem das Pferd den ersten Schritt wieder vorwärts macht, wird die Rückenmuskulatur beansprucht. Es ist wichtig, das Pferd immer mit leichtem Zügel in guter Anlehnung zu führen. Wenn es über dem Zügel geht, schadet die Übung mehr als sie nützt.
Klettertraining
Klettern ist gut für den Rücken des Pferdes. Für ein Pferd mit Rückenproblemen ist es jedoch besser, das Bergaufreiten zu trainieren als das Bergabreiten. Wenn du ein gesundes Pferd hast, dessen Rücken du vorbeugend trainieren möchtest, ist das kein großes Problem. Dann kannst du die Hinterhandmuskulatur im Bergabreiten stärken, indem du in regelmäßigen Abständen am Hang hältst. Beim Bergaufreiten solltest du im Schritt arbeiten und darauf achten, dass das Pferd den Kopf absenkt und sich im Rücken stabilisiert.
Arbeit in Dehnungshaltung
Die Arbeit mit dem Pferd in Dehnungshaltung, aber mit gut herangeschlossener Hinterhand, eignet sich hervorragend zur Dehnung und Stärkung der Rückenmuskulatur. Dank der Neigung der Dornfortsätze - die der Brustwirbel sind nach vorne und die der Lendenwirbel nach hinten geneigt - wird die Rückenmuskulatur richtig gewölbt, wenn das Pferd mit den Hinterbeinen in Richtung unter seinen Schwerpunkt tritt und mit Kopf und Hals vorwärts-abwärts gedehnt geht.
Gymnastizierendes Springen
Freispringen des Pferdes ohne Reiter. Das Springen über eine Reihe von drei bis vier Hindernissen ist eine gute Übung für den Pferderücken, da das Pferd bei jedem Sprung seinen Rücken wölben und den Brustkorb anheben muss.
Longieren
Wenn du ein erfahrener Longenführer bist, ist die Arbeit ohne Reiter eine gute Abwechslung für Pferde mit schlechtem Rücken. Wenn du das Pferd jedoch nicht dazu bringen kannst, in der richtigen Haltung, ruhig und entspannt zu arbeiten, solltest du nicht versuchen, das Pferd mit Hilfszügeln dazu zu zwingen - es ist besser, sich von jemandem mit mehr Erfahrung helfen zu lassen. Andernfalls kann es zu mehr Spannung im Rücken kommen, das Pferd kann sich nicht mehr loslassen.