Der Agria und SKK Pet Research Fund ist eine Zusammenarbeit zwischen SKK
und Agria und besteht aus vier verschiedenen Fonds, die gemeinsam vertrieben werden. Der größte Teil des Geldes stammt von Agria, das jährlich vier Promille seiner Prämieneinnahmen für die Forschung bereitstellt. Die Mittel werden im Verhältnis zu den Prämieneinnahmen der einzelnen Tierarten verteilt.
Agria und SKK Forschungsfonds im Laufe der Jahre
- Im Jahr 2018 floßen fast 8 Millionen in die Forschung über stumpfnasige Hunderassen, den Einfluss von Hunden auf die körperliche und geistige Gesundheit des Menschen und Magen-Darm-Krebs bei Katzen.
- Im Jahr 2017 werden 4,6 Millionen Euro zur Unterstützung von 25 Forschungsprojekten in Schweden, Norwegen und Dänemark eingesetzt. Die Forscher werden sich nun damit befassen, wie die Gesundheit von Hunden mit häufigen Problemen wie Herzinsuffizienz, Atrophie oder Rückenschmerzen verbessert werden kann. Bei den Katzen geht es darum, das Wissen über Herzmuskelschäden zu erweitern, aber auch das Gen zu finden, das dazu führt, dass manche Ragdolls zwergwüchsig geboren werden.
- Im Jahr 2016 werden Zuschüsse in Höhe von 5 Millionen Euro an 24 verschiedene Forschungsprojekte vergeben, die sich mit der Gesundheit und dem Wohlbefinden von Hunden, Katzen und Kaninchen befassen.
- Im Jahr 2015 flossen 5 Millionen in die Hunde- und Katzenforschung. Dies wird u. a. Boxer, Möpse und Cavalier King Charles Spaniels bei der Erforschung von Krankheiten unterstützen, die bei diesen Rassen auftreten.
- Im Jahr 2014 wurden 22 Forschungsprojekte mit Mitteln aus dem Fonds gefördert. Die Forschung im Bereich der DNA-Tests und der Stammzelltherapie sind zwei herausragende Beispiele.
- Im Jahr 2013 wurden 25 Forschungsprojekte aus dem Fonds gefördert, wobei sich viele der Projekte auf Diagnose- und Behandlungsmethoden konzentrierten. Zwei neue Projekte, eines in Schweden und eines in Dänemark, befassen sich mit Diabetes bei Katzen, einer Krankheit, die in den letzten Jahren stark zugenommen hat.
- Im Jahr 2012 stellen SKK und Agria Djurförsäkring gemeinsam 3,8 Mio. SEK für wissenschaftliche Forschung im Rahmen ihres Haustierforschungsfonds zur Verfügung. Damit sind Agria und SKK einer der größten Beitragszahler zur Hundeforschung in Schweden.
- Für 2011 haben Agria und der SKK-Fonds für Haustierforschung insgesamt 3,8
Mio. SEK, wovon 550 000 SEK aus Mitteln von SKK und der Rest von Agria stammen. - Im Jahr 2010 wurden fast 2,5 Millionen für die Forschung zur Gesundheit und zum Wohlbefinden von Hunden und Katzen bereitgestellt.
Gemeinsamer Forschungsrat
Der Agria- und der SKK-Forschungsfonds haben einen gemeinsamen Forschungsrat, der die Anträge bewertet und die zu finanzierenden Projekte auswählt. Der Rat setzt sich aus etablierten Forschern verschiedener Fachrichtungen zusammen, den Vorsitz hat der Tierarzt Berndt Klingeborn inne.
Ziel des Agrias- und SKK-Forschungsfonds für Heimtiere ist die Förderung der Forschung über Heimtiere in Bereichen wie Veterinärmedizin, Genetik und Ethologie. Darüber hinaus wird der Fonds die Erforschung der psychologischen, sozialen und wirtschaftlichen Bedeutung von Begleittieren für Mensch und Gesellschaft unterstützen.
Forschung ist notwendig, um die Gesundheit von Hunden und damit die Hundezucht zu verbessern. Wir müssen aber auch besser verstehen, wie Hunde das menschliche Wohlbefinden verbessern können, zum Beispiel durch Forschung über die Rolle von Hunden im Gesundheitswesen.
Drei Hauptbereiche
Das Forschungs- und Entwicklungsprogramm der Stiftung sieht Forschungsarbeiten in drei Bereichen vor vorrangige Bereiche:
- Körperliche und geistige Gesundheit, Leistung und Wohlergehen von Haustieren.
- Vermehrung und Zucht von Haustieren.
- Die Rolle der Begleittiere für Mensch und Gesellschaft.
Um für eine Finanzierung in Frage zu kommen, müssen die Forschungsprojekte ein hohes und wissenschaftliches Niveau aufweisen und für die von der Stiftung hervorgehobenen Forschungsbereiche relevant sein. Die Statuten der drei SKK-Fonds sehen vor, dass sie nicht für Projekte verwendet werden dürfen, die den Einsatz von Laborhunden beinhalten.
Die Ergebnisse sind zu verbreiten
Forscher, die Forschungsmittel von SKK und Agria erhalten, müssen ihre Ergebnisse in wissenschaftlichen Zusammenhängen veröffentlichen. Darüber hinaus müssen sie populärwissenschaftliche Zusammenfassungen ihrer Arbeit erstellen.
Letztendlich werden die Forschungsergebnisse in die Praxis umgesetzt
und fördern eine erfolgreiche Zucht, eine bessere Tiergesundheit und Tierhaltung. Züchter, Hundebesitzer, politische Entscheidungsträger und die breite Öffentlichkeit sollten von den Forschungsergebnissen profitieren können.
Um die neuen Erkenntnisse zu verbreiten, wird ein Teil der Fondsmittel für populärwissenschaftliche Veröffentlichungen verwendet. Die so genannten Forschungsartikel in Hundsport Special zum Beispiel werden mit Geldern von Agrias und dem SKK-Forschungsfonds für Haustiere finanziert.
Der F&E-Fonds - eine Partnerschaft mit Zuchtverbänden
Neben dem Agria- und dem SKK-Tierforschungsfonds verfügt die SKK über einen weiteren Fonds, der Projekte zur Förderung der Hundezucht unterstützt. Der Fonds trägt den Namen SKK-Forschungs- und Entwicklungsfonds und ergänzt die anderen Forschungsfonds der SKK.
Antragsteller für Zuschüsse aus dem Forschungs- und Entwicklungsfonds der SKK können sein, Mitgliedsorganisationen der SKK, wie z.B. Zuchtvereine, aber auch Einzelmitglieder der SKK können einen Antrag stellen, ebenso wie Forschungseinrichtungen oder einzelne Forscher. Die SKK wird maximal 75 % der Gesamtkosten des Projekts finanzieren. Die restlichen 25 Prozent müssen von einem anderen Geldgeber, z. B. einem Zuchtverband, aufgebracht werden.
Die SKK-Zuchtkommission und die SKK-Hundementalitätskommission beurteilen
die Anträge an den Fonds und schlägt dem Zentralvorstand der SKK vor, welche Projekte gefördert werden sollen. Das Mental Health Collie Project des Schwedischen Collie Clubs ist ein Beispiel für ein Projekt, das von der SKK-Forschungs- und Entwicklungsfonds in den letzten Jahren.